In Aarau wird Gewalt nicht toleriert

Eine provozierende Plakatkampagne lancierte die Aktion: Auf einer übergrossen Plakatwand haben am Samstag über 500 Personen mit ihrem Fingerabdruck die «Aarauer Erklärung gegen Gewalt» symbolisch unterzeichnet und sich mit der Botschaft solidarisiert: Im öffentlichen Raum wird keine Gewalt toleriert!

Marcel Suter

Die Zunahme von Gewalt im öffentlichen Raum ist offensichtlich, die Schlagzeilen der Medien jagen sich, häufig wird das Phänomen auf Jugendgewalt verkürzt. Die Sache ist indessen komplexer, die Formen von Gewalt sind zahlreich: Schlägereien, nicht selten in Zusammenhang mit Alkoholkonsum, sexualisierte Gewalt und Vandalismus sind ein Ausschnitt aus der Palette. Die Situation in Aarau hat sich in den vergangenen Jahren verschlimmert.

Aarau bleibt cool!
Der öffentliche Raum gehört allen, deshalb geht Gewalt im öffentlichen Raum alle an. 2006 haben sich diverse Institutionen unter der Leitung des Stadtrats zum «Runden Tisch gegen Gewalt» zusammengeschlossen. Sie starten jetzt die Kampagne «Aarau bleibt cool!», die sich an die gesamte Aarauer Bevölkerung richtet.

Die «Erklärung gegen Gewalt»
Die Erklärung zielt darauf ab, ein gemeinsames Bewusstsein und eine gemeinsame Haltung zu fördern: «Hinschauen statt wegschauen, Zivilcourage zeigen und cool bleiben!», fordert der für das Projekt zuständige Stadtrat Lukas Pfisterer. Am Samstag, 1. September wurde in der Aarauer Igelweid die Kampagne von ihm offiziell gestartet. Zu den Erstunterzeichnern der Aarauer Erklärung gegen Gewalt gehörten unter anderen Stadtpolizeichef Daniel Ringier, Aaraus Jugendkoordinator Daniele De Min, Jugenkulturhaus Flösserplatz Leiter Frank Fischer, FC Aarau Vereinspräsident Peter Villiger, sowie die FCA-Nachwuchsspieler Sascha Studer, Michael Ludäscher und Emir Sinanovic. Die Aktion wird in den nächsten Monaten mit weiteren Events und Aktionen von verschiedenen Organisationen weiter manifestiert.


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