Medienmitteilung
Runder Tisch Gewalt Nr. 5 in Aarau
Der fünfte «Runde Tisch gegen Gewalt im öffentlichen Raum» skizzierte die aktuelle Situation als eine relativer Ruhe bei hoher Intensität der polizeilichen Präsenz an den Brennpunkten und hohem sicherheitstechnischem Aufwand in den Eventlokalen. Unter dem Dach der Kampagne «Aarau bleibt cool!» sind zahlreiche Aktionen und Projekte geplant. Der Aarauer Einwohnerrat wird sich in der Dezembersitzung u.a. mit der Botschaft zur Einführung aufsuchender Jugend- und Polizeiarbeit befassen – ein Anliegen, das der «Runde Tisch» voll unterstützt.
Im Aarauer Rathaus fand am vergangenen Donnerstagabend bereits die fünfte Sitzung des Runden Tischs gegen Gewalt im öffentlichen Raum statt. Das Fazit der Austauschrunde über die Situation in Aarau ist eindeutig: es besteht kein Anlass, die Bemühungen im Bereich der Repression und der Prävention zu reduzieren. Die Präsenz der Polizei an den Brennpunkten (die ominöse 3. Halbzeit bei Fussballspielen des FCA, Bahnhof, Umfeld der Eventlokale usw.) ist massiv und notwendig, insbesondere an den Wochenenden und in den frühen Morgenstunden. Mit der kalten Jahreszeit geht die Hochsaison der Eventlokale einher, ein Grund mehr, um sich gegen die zu befürchtende Eskalation zu wappnen. Seitens der Veranstalter wird die Arbeit mit dem Sicherheitspersonal intensiviert mit dem Ziel, deren Qualität weiter zu steigern. Mithilfe von Risikoabschätzungen und Koordination mit der Polizei werden die einzelnen Veranstaltungen möglichst massgeschneidert begleitet. Die Diskussion um sinnvolle Öffnungszeiten führte zur Einsicht, dass ein Problem darin besteht, dass die auswärtigen BesucherInnen nach den Veranstaltungen mit dem öffentlichen Verkehr kaum mehr aus Aarau wegkommen. Eine Situationsabklärung soll folgen und Lösungsvorschläge sollen erarbeitet werden.
Zahlreiche Projekte werden in den kommenden Monaten die Kampagne «Aarau bleibt cool!», ein Projekt des Runden Tisches, unterstützen. Sowohl Sportvereine als auch Veranstalter und insbesondere die Schulen sind daran, Aktionen zu erarbeiten. Unter www.aaraubleibtcool.ch werden diese Aktivitäten dokumentiert. Für die Nachhaltigkeit der Bemühungen, die Stadt Aarau zu einem sicheren Ort für alle zu machen, wird der Entscheid des Einwohnerrats in der Dezembersitzung entscheidend sein. Dort wird nämlich entschieden, ob sich die Stadt Aarau die Aufstockung der Ressourcen im Bereich der aufsuchenden Polizei- und Jugendarbeit leisten will oder nicht. Für den Runden Tisch ist klar, dass die beantragten jeweils hundert Stellenprozente dringend notwendig sind.

Legende (von links nach rechts):
Gisela Roth (Präsidentin KiFF)
Lukas Pfisterer (Stadtrat/ Projektverantwortlicher)
Fredi Sterki (Schulleitung Bezirksschule)
Béatrice Ruflin (Präsidentin Schulpflege)
Daniel Kolb (Präsident Elternverein)
Peter Villiger (Präsident FC Aarau 1902)
Pit Sonnenfeld (Aarau Aktiv)
Urs Lüthi (Jugendanwaltschaft)
Elisabeth Sintzel (Kantonspolizei)
Heinz Bryner (Kantonspolizei)
Hansruedi Faes (Schulleitung Oberstufenschule)
Amos Martin (Schulsozialarbeit Oberstufenschule)
Frank Fischer (Leitung Jugendkulturhaus Flösserplatz)
Nicole Schwarz (Jugendräume Wenk)
Daniele De Min (Jugendkoordination/Projektleitung)
Es fehlen:
Daniel Ringier (Chef Stadtpolizei)
Edi Schneider (Disco Club Utopia)
Hans Paul Müller (Bezlehrer)
George Antoniadis (Geschäftsführer Kettenbrücke)
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